KI in der Unternehmenspraxis

KI Case Studies:
Was in der Praxis funktioniert.

Welche Anwendungsfälle schaffen echten Nutzen? Wie werden aus Daten verlässliche Antworten – und aus einem Prototyp ein sicher integriertes System? Hier finden Sie konkrete Beispiele und fundierte Antworten für die Planung Ihres KI-Projekts.

Drei Anwendungsfelder

Von Wissen über Bilder
bis zum Kundenservice.

Eine gute Case Study beginnt nicht bei der Technologie, sondern bei einer klaren Aufgabe. Diese Beispiele zeigen unterschiedliche Wege, wie KI Mitarbeitende im Alltag unterstützen kann – ohne mehr zu versprechen, als sich belastbar prüfen lässt.

01

Wissensmanagement · RAG

Unternehmenswissen verlässlich zugänglich machen

Ausgangslage
Wichtige Informationen liegen verteilt in Dokumenten und im Erfahrungswissen einzelner Mitarbeitender.
Lösungsansatz
MemoWerk durchsucht freigegebene Wissensquellen semantisch und formuliert Antworten mit nachvollziehbaren Quellen.
Wirkung
Informationen werden schneller auffindbar, Antworten überprüfbar und Wissen unabhängig von einzelnen Personen nutzbar.
02

Bilderkennung · Serviceprozess

Ersatzteile anhand eines Fotos identifizieren

Ausgangslage
Servicetechniker müssen ein Bauteil vor Ort erkennen und dem richtigen Artikel im Sortiment zuordnen.
Lösungsansatz
Hauer Lift Lens analysiert das Foto eines Aufzugsteils und führt zum passenden Bestellprozess.
Wirkung
Die visuelle Suche verkürzt den Weg von der Identifikation zur Bestellung und unterstützt Mitarbeitende direkt am Einsatzort.
Hauer Lift Lens ansehen
03

KI-Agent · Support

Fach- und Produktfragen konsistent beantworten

Ausgangslage
Wiederkehrende Supportfragen binden Fachkräfte, während relevantes Wissen über mehrere Quellen verteilt ist.
Lösungsansatz
Ein spezialisierter KI-Agent nutzt freigegebenes Fach- und Produktwissen, erkennt die Anfrage und erstellt eine passende Antwort.
Wirkung
Standardfragen lassen sich schneller bearbeiten; komplexe Fälle bleiben bei den zuständigen Fachpersonen.

Fragen & Antworten

Was Entscheider über KI Case Studies wissen sollten.

Die wichtigsten Fragen zu Nutzen, Machbarkeit, Daten, Sicherheit und produktivem Betrieb.

Was ist eine KI Case Study?

Eine KI Case Study beschreibt nicht nur ein Modell oder eine Demo. Sie dokumentiert eine konkrete betriebliche Herausforderung, den gewählten Lösungsweg, die Einbettung in Prozesse und Systeme sowie die überprüfbaren Ergebnisse.

Aussagekräftig wird sie, wenn auch Voraussetzungen, Qualitätskriterien und Grenzen sichtbar sind. So lässt sich einschätzen, welche Erkenntnisse auf das eigene Unternehmen übertragbar sind.

Welche KI Use Cases eignen sich für mittelständische Unternehmen?

Ein guter Einstieg sind klar abgrenzbare, häufig wiederkehrende und wissensintensive Aufgaben. Dazu gehören das Suchen und Prüfen von Dokumenten, die Beantwortung von Serviceanfragen, Klassifikation, Bilderkennung oder die Vorbereitung systemübergreifender Arbeitsschritte.

Die Technologie allein entscheidet nicht. Ein Use Case sollte nach erwartetem Nutzen, Datenqualität, Häufigkeit, Fehlerrisiko und Integrationsaufwand bewertet werden.

Wie wird der Erfolg eines KI-Projekts gemessen?

Die passenden Kennzahlen entstehen aus dem Prozess – und werden vor der Entwicklung festgelegt. Je nach Anwendung können Bearbeitungszeit, Trefferquote, Antwortqualität, Lösungsquote, Fehlerquote, Nutzerakzeptanz oder der Anteil korrekt vorbereiteter Vorgänge relevant sein.

Belastbar wird die Bewertung durch einen Ausgangswert, repräsentative Testfälle und fachliche Abnahme. Bei generativer KI genügt der Eindruck „klingt gut“ nicht.

Wie lange dauert die Umsetzung eines KI Use Cases?

Das hängt vor allem von Datenzugang, Prozessumfang, Schnittstellen und Schutzbedarf ab. Ein klar abgegrenzter Prototyp kann häufig innerhalb weniger Wochen zeigen, ob der Ansatz trägt.

Für den produktiven Einsatz braucht es zusätzlich Tests, Rollen und Rechte, robuste Schnittstellen, Monitoring, Dokumentation und die Einbindung der Mitarbeitenden. Deshalb sollte eine seriöse Planung Prototyp und Produktivsetzung getrennt betrachten.

Wie schützt evival vertrauliche Unternehmensdaten?

Das Schutzkonzept wird passend zum konkreten Anwendungsfall entwickelt. Dazu gehören Datenminimierung, geregelte Zugriffe, geeignete Betriebsmodelle, Verschlüsselung, Protokollierung und klare Aufbewahrungsregeln.

Modelle und Anbieter wählen wir nach Aufgabe und Schutzbedarf aus. Wo Fehler besondere Folgen hätten, ergänzen wir technische Leitplanken und menschliche Freigaben.

Kann KI in bestehende ERP-, CRM- und DMS-Lösungen integriert werden?

Ja. Über APIs und sichere Schnittstellen kann eine KI-Anwendung Informationen aus bestehenden Systemen nutzen, Ergebnisse zurückgeben oder definierte Arbeitsschritte vorbereiten.

Die KI erhält dabei nur die erforderlichen Rechte. Bestehende Rollen, Berechtigungen und Prüfregeln bleiben maßgeblich; kritische Aktionen können an eine menschliche Bestätigung gebunden werden.

Was unterscheidet einen Prototyp von einer produktiven KI-Lösung?

Ein Prototyp beantwortet zunächst eine Machbarkeitsfrage: Funktioniert der Ansatz mit realistischen Daten und definierten Testfällen? Er darf bewusst einen begrenzten Umfang haben.

Für den Betrieb kommen verlässliche Schnittstellen, Identitäten und Berechtigungen, Qualitätsüberwachung, Fehlerbehandlung, Datenschutz, Dokumentation und geklärte Verantwortlichkeiten hinzu. Erst diese unsichtbaren Bestandteile machen eine Demo zu einem belastbaren System.

Wann ist RAG für Unternehmenswissen sinnvoll?

Retrieval-Augmented Generation (RAG) eignet sich, wenn Antworten auf freigegebenen und regelmäßig veränderten Unternehmensquellen beruhen sollen. Vor jeder Antwort sucht das System relevante Inhalte und stellt sie dem Sprachmodell als Kontext bereit.

Das macht eine Antwort noch nicht automatisch richtig. Quellenangaben, Zugriffskontrollen, eine gute Dokumentenbasis und systematische Evaluation sind entscheidend.

Wann sind KI-Agenten sinnvoll – und wann nicht?

KI-Agenten sind sinnvoll, wenn ein Ziel mehrere nachvollziehbare Schritte erfordert, etwa Informationen suchen, einen Vorgang prüfen und eine Aktion vorbereiten. Werkzeuge, Rechte und Abbruchregeln müssen eng definiert sein.

Für starre, vollständig regelbasierte Abläufe ist klassische Automatisierung oft einfacher und verlässlicher. Der beste Ansatz kann deshalb auch eine Kombination aus Workflow, Softwarelogik und KI sein.

Welche Rolle spielen Mitarbeitende in einer KI Case Study?

Mitarbeitende kennen Ausnahmen, Qualitätsmaßstäbe und reale Engpässe eines Prozesses. Ihre Erfahrung hilft, den richtigen Use Case auszuwählen, Testfälle aufzubauen und Ergebnisse fachlich zu bewerten.

Frühe Beteiligung verbessert außerdem Bedienbarkeit und Akzeptanz. Ziel ist nicht maximale Automatisierung, sondern eine sinnvolle Aufgabenverteilung zwischen Mensch und System.

Use-Case-Auswahl

Woran erkennt man einen tragfähigen KI-Anwendungsfall?

Die besten Projekte verbinden einen spürbaren Engpass mit zugänglichen Daten, messbarer Qualität und einem kontrollierbaren Risiko.

  1. 01

    Relevantes Problem

    Die Aufgabe kostet regelmäßig Zeit, verursacht Fehler oder verhindert, dass Wissen wirksam genutzt wird.

  2. 02

    Geeignete Datenbasis

    Benötigte Dokumente, Bilder oder Vorgangsdaten sind verfügbar, rechtmäßig nutzbar und ausreichend repräsentativ.

  3. 03

    Prüfbares Ergebnis

    Fachliche Qualität und wirtschaftlicher Nutzen lassen sich anhand konkreter Testfälle und Kennzahlen bewerten.

  4. 04

    Beherrschbares Risiko

    Fehlerfolgen sind verstanden und durch Rollen, Leitplanken sowie menschliche Freigaben kontrollierbar.

Der Weg zum belastbaren Ergebnis

Verstehen. Prüfen. Integrieren. Verbessern.

01

Prozess verstehen

Problem, Beteiligte und Zielbild gemeinsam schärfen.

02

Machbarkeit testen

Mit realistischen Daten und messbaren Kriterien evaluieren.

03

Sicher integrieren

Schnittstellen, Rechte und Freigaben produktionsreif umsetzen.

04

Qualität entwickeln

Nutzung und Ergebnisse überwachen und kontinuierlich verbessern.

Ihr Anwendungsfall

Welche Aufgabe soll KI in Ihrem Unternehmen lösen?

Sie müssen die technische Lösung noch nicht kennen. Bringen Sie den Prozess mit – gemeinsam prüfen wir Nutzen, Machbarkeit und den sicheren Weg in den Betrieb.

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